Haralds Reiseseite

Von der Tolaga Bay zum Ohiwa Beach

Am 3. Dezember von der Tolaga Bay nach Te Kata.

 3. Dezember auf von der Tolaga Bay zum Ohiwa Beach. Fast den ganzen Tag schien die Sonne während der Fahrt entlang der traumhaften Küste. Von kurz hinter Tolaga Bay bis Tikitiki habe ich eine junge Berlinerin mitgenommen, sie ist seit 7 Wochen in Neuseeland und will ein Jahr bleiben. Dieses ist mit einem Work-and-Travel-Visum möglich.

Wenige km nördlich von Tolaga Bay gab es zwei schöne Buchten, schon der die ersten Eindrücke aus den Bergen waren toll. Zur Waipiro Bay führte die Fahrt weg vom States Highway, bald hörte der Asphalt auf und es ging über eine Schotterpiste (graveled road) den Berg hinunter.

Die Neuseeländer haben einen eigenartigen Humor. Direkt an der Bucht liegt ein Friedhof. Ein frisches Grab war mit Blumen geschmückt und es gab als Grabbeigabe ein paar Flaschen Bier. War es Wegzehrung für den Verstorbenen oder sollten Trauernde hier ein Feierabendbier beim Besuch des Grabes vorfinden?

Te Araroa – Einer der mächtigsten Pohutakawas

In Te Araroa, an der nordöstlichen Ecke der Halbinsel, zogen dunkle Wolken auf, daher entschloss ich mich, auf das eigentliche East Cape mit seinem Leuchtturm zu verzichten. In Te Araroa gab es mal wieder einen Cappuccino. Da es auf dieser Strecke nur wenig Geschäfte gibt, ging ich noch in den Supermarkt, das Angebot riss mich nicht vom Hocker, so dass ich ohne weitere Ausgaben das Geschäft verließ. Die Attraktion des Ortes ist ein Pohutakawa, mit seiner Höhe von 20 m und der Breite seiner Krone soll es der größte Baum seiner Art in Neuseeland sein. Die Zeit der Baumblüte beginnt wohl. Auf der weiteren Fahrt nach Westen standen viele dieser Bäume am Straßenrand. Bei voller Blüte ist es wohl ein wunderbarer Anblick. Nicht nur das Grün der Pflanzen, das Blau von Himmel und Meer, sondern außerdem das Rot der Blüten. Der Pohutakawa ist auch der Weihnachtsbaum der Neuseeländer.

Bis Te Araroa wollte ich heute mindestens kommen. Ich hatte mir 3 mögliche Plätze zum Übernachten herausgesucht. Der erste lag direkt an der Straße und sah nicht sehr einladend aus, ähnlich war es beim 2. Platz. Ein Blick in die sanitären Anlagen und es ging weiter. In Te Kata war dann für heute Schluss. Kein Handynetz und Wifi für 15 NZD, früher sind wir wochenlang weg gewesen und waren für niemanden erreichbar. Den 3. Tag ohne WiFi, dann mussten Freunde noch ein wenig auf neue Bilder und diesen Bericht warten.

Von Te Kata zum Ohiwa Beach

Am 4. Dezember bin ich die restlichen 80 km um das Ostkap gefahren. Ein Stopp am Lookout oberhalb von Hawai und in Torere um Maorischnitzereien am Schuleingeng zu bewundern.

Der Whakaari auf White Island gehört zu den aktiven Vulkanen. Bei gutem Wetter war der Vulkan in der Bay of Plenty 50 km vor der Küste gut zu beobachten.

Maorischnitzereien am Schultor von Torere.

Ohiwa Beach

Nachmittags sitze ich vor meinem Camper mit Blick auf den Pazifik und den Vulkan Whakaari auf White Island. Ein schöner Frühsommernachmittag, nur ein paar Vögel und das Rauschen des Ozeans sind zu hören. Ein neugieriges Weka kommt vorbei und bettelt nach Futter. Der Holiday Park verfügt über eine freundliche Küche und einen Aufenthaltsraum.

In der Küche hängt eine Tsumami Information. Den Ratschlag, bei einem Erdbeben nicht auf eine Tsunami-Warnung zu warten und höheres Gelände aufzusuchen, werde ich befolgen, es sei denn ich verschlafe schon wieder das Erdbeben wie am 14. November. 

Außer mir sind noch fünf weitere Fahrzeuge auf diesem riesigen Platz. Mit einem Neuseeländer komme ich ins Gespräch: Erdbeben, Vulkanausbrüche und ähnliche Naturerscheinungen scheinen die Menschen hier auf dem Pazifischen Feuerring nicht zu beunruhigen. Mir als Mitteleuropäer in einem geologisch stabilen Land wie Deutschland geben sie jedoch zu denken. … but I’ll enjoy the day.

Am frühen Vormittag sind mir noch ein paar schöne Aufnahmen der Landschaft gelungen. Ja bei Sonne sieht alles viel schöner aus. In 12 Tagen ist mein „Neuseelandabenteuer“ schon wieder vorbei. Heute und morgen bleibe ich auf diesem Platz und genieße den Frühsommer.